Information über Depression, Zwang, Angst und Phobie


Depression


Wesentliche Merkmale und Symptome einer Depression sind die herabgesetzte Stimmung im Sinne von Niedergeschlagenheit, Verlust der Freude, emotionaler Leere, Antriebslosigkeit, Interessenverlust. Hinzu kommen zahlreiche körperliche Beschwerden wie Appetitmangel, Schlafstörungen und Schmerzen.

Zudem können Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen beeinträchtigt sein, bis hin zu Schuldgefühlen oder Gedanken über die eigene Wertlosigkeit. Schwer Betroffene empfinden oft eine völlige Sinnlosigkeit ihres Lebens. Häufig führt dieser qualvolle Zustand zu latenter oder akuter Suizidalität.


Angststörung


Angststörungen sind individuell verschieden und abhängig von der Situation, z.B. ängstliche Anspannung vor Prüfungen oder auch ängstliche Irritationen bei unbekannten Geräuschen in der Nacht. Wenn Bedrohung oder Gefahr erlebt wird, kann es zu einer Angststörung kommen, die mit vielfältigen körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Mundtrockenheit, Schwitzen und/oder Atemnot einhergehen kann. Aber auch gedankliche (Sorge über zukünftiges Unglück) und gefühlsmäßige Befürchtungen (Nervosität, Unfähigkeit sich zu entspannen) und Veränderungen des Verhaltens (körperliche Unruhe) werden wahrgenommen. Überwältigend ist der Eindruck des Ausgeliefertseins und das Gefühl des Kontrollverlustes.


Panikstörung / Panikattacke


Bei einer Panikstörung kommt es zum Auftreten plötzlicher und unerwarteter Angstanfälle ohne erkennbaren Auslöser. Diese Attacken erreichen innerhalb weniger Minuten einen Höhepunkt und dauern mindestens einige Minuten an. Die körperliche Symptomatik ist deutlich ausgeprägter (z.B. Brustschmerzen, Erstickungsgefühle, Herzrasen, Angst,verrückt zu werden).


Phobie


Unter Phobie versteht man überwertige spezifische Ängste vor bestimmten Gegenständen (Fahrstuhl, Spritzen), Lebewesen (z.B. Katzen, Hunden, Spinnen, Insekten, Mäusen, Schlangen) oder Situationen (Flugangst, Höhenangst, Angst vor dunklen Räumen o.ä.), Natur (Blitz, Donner, Wasser, Wald, Naturgewalten) und Sozialkontakten (öffentlich beschämt und verurteilt zu werden, zu erröten, Zittern der Hände). Diese besonders geartete Angst ist durch die Betroffenen weder erklärbar, beeinflussbar noch zu bewältigen.


Generalisierte Angststörung


Die generalisierte Angststörung beschreibt eine diffuse Angst mit Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen über alltägliche Ereignisse und Probleme. Sie wird begleitet von weiteren psychischen (depressive Symptome) und körperlichen (z.B. Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparats infolge Muskelanspannung) Symptomen.


Zwangsstörung


Menschen mit

•   Zwangsgedanken (z.B. sozial, moralisch-religiös und sexuell unangepasstes Verhalten)
•   Zwangsvorstellungen (z.B. Krankheit, Unfall, Katastrophe, Gewalttat)
•   Zwangshandlungen (z.B. Waschzwang, Kontrollzwang, Ordnungszwang)

befürchten stets, die Kontrolle über eine Situation zu verlieren und überwältigt, funktionsunfähig und hilflos zu sein.

Die ständige Beschäftigung mit Ordnung und Kontrolle sowie übertriebene Orientierung an Regeln, Normen, Ordnungen, Systemen oder Listen, beeinflusst maßgeblich den Alltag sowie genussvolle Aktivitäten und zwischenmenschliche Beziehungen.

Zwänge drängen sich auf beim Denken, Vorstellen, Fragen, Sprechen und Zählen, beim Handeln und Vermeiden, beim Planen und Ausführen. Am häufigsten finden sich Zwangsgedanken und Zwangsvorstellungen, die insbesondere nahestehende Personen bedrohen sollen. Zwänge sind alles beherrschende Erlebnisse. Sie werden von Betroffenen zwar als unsinnig oder zumindest unangemessen erkannt, aber sie fühlen sich machtlos gegen diese Inhalte. Dies führt oftmals zur völligen psychischen und körperlichen Erschöpfung.